FLYER Uproc6 8.90

High-End

Ich mach's kurz: der einzige Schwachpunkt dieses Bikes ist - ein pekuniärer.

Das FLYER Uproc6 8.90 ist seit langem das erste Bike an dem ich nicht das Geringste zu bemängeln habe. Und glaube mir: das waren nicht wenige Bikes aus denen meine Ansprüche erwuchsen - ich hatte sie alle - mit und ohne Motor.

FLYER Uproc6 8.90

Mit dem Topmodel des Uproc6 verhält es sich wie mit den Attributen eines Porsche Turbo oder einer S-Klasse: In Summe herausragend und über jeden Zweifel erhaben. Wenn's drauf ankommt wird geliefert - ohne wenn und aber! Sport oder Komfort, ganz wie's beliebt. 

Kurz: das FLYER Upro6 8.90 markiert (zusammen mit dem TURBO LEVO) das obere Ende der Nahrungskette

FLYER Uproc6 8.90

Antreten musste das Uproc6 gegen eine der besten Enduros auf dem Markt: die Specialized Enduro 29.

Ein ehrgeiziger und potenter Sparringspartner mag zwar anstrengend sein, doch zwingt er einen, das eigene Potential voll auszuschöpfen und sich alles abzuverlangen. Und so lagen die per GPS ermittelten Zeiten in den Singletrail-Abschnitten laut Strava, trotz eingeschränkter Sicht bei Nacht, auf einem beachtlich hohen Niveau.

Das Fahrgefühl und der grundehrliche Charakter des Uproc6 werden vom flachen Lenkwinkel (66°) und vom satten Fahrwerk (160mm) bestimmt; ist Enduro-like, narrensicher bzw. auf High-Speed getrimmt. Der Verspieltheit und Handlichkeit tut dies keinen Abbruch. Im Gegenteil: die Spitzkehren in der oben gezeigten Wolfsschlucht waren mit dem Uproc6 spielend leicht zu fahren.  

"Spielend leicht" wäre dann auch das ins Zeugnis geschriebene Fazit dieses durch und durch souveränen E-MTBs: Spielend leicht gelingt es dem Uproc6 8.90 den hohen Anforderungen des Fahrers gerecht zu werden!

M.E. ist man auch schon mit dem Uproc6 8.70 (.pdf) mit XT-Schaltung und XT-Bremse ausreichend gut bedient. Und ob man den Unterschied des Dämpfers wirklich rausfahren kann - ich weiß es nicht.

 

Was ich aber aus reichlich Erfahrung mit Bestimmtheit weiß: es gibt bessere Reifen als den ab Werk vorgesehenen Hans Dampf, der nur die ersten paar hundert km richtig gut gript.

 

Auf o.g. Testbike waren gut funktionierende 2,4er Conti Trail Kings montiert. Diese liefern mit BlackChili Compound deutlich mehr Grip, auch und gerade bei Nässe.

 

Alternativ bietet sich für Enduristen die bewährte MAXXIS-Kombination vorne High Roller II und hinten Minion DHR II an. Diese Kombi bietet speziell auch jenen Fahrern auf der Vorderachse genug Seitenführung und genug Bremstraktion auf der Hinterachse, die es ab und zu richtig krachen lassen. Gerade bei etwas schwereren und schnell gefahrenen Bikes ist dies ein nicht zu unterschätzender, weil sicherheitsrelevanter Punkt. Denn was bringen mir die besten Bremsen, wenn der Reifen nicht in der Lage ist diese Bremsperformance auch zuverlässig auf den Boden zu bringen?!

 

Für beide Uproc6 Varianten ist das Nyon Display imho ein MUST HAVE. Dieses entspricht dem aktuellen Stand der Technik und kostet gerade mal 200,-€ Aufpreis. Das am Testbike montierte Standard-Display ist zwar in Ordnung, passt aber nicht so recht ins Gesamtbild eines so hochkarätigen High-End-Bikes. Wennschon dennschon! 

 

Nur auf Anfrage - dafür überragend!